Warum Schulsozialarbeit:

Grund 1:

Stärkung und Weiterentwicklung des Gesamtzusammenhangs von Bildung, Erziehung und Betreuung.“

Konkretisierungen:

- Den Übergang vom „Kind sein“ zum „Erwachsen werden“ und „Erwachsen handeln“ erleichtern.

- Entwicklung und Ausbau der ganztägigen Förderung und Betreuung an Schulen.

- Unterstützung der Kinder und Jugendlichen mit Lernproblemen und sozialen Benachteiligungen.

Grund 2:

Prävention gegen den Ausschluss aus der Gesellschaft. Projekte und das soziale Lernen in der Schule fördern das Zugehörigkeitsgefühl.

Grund 3:

Die individuelle Stärkung der Persönlichkeit wird unterstütz durch aktivem Beisammensein und gegenseitigem Wertschätzen.

Ziele der Schulsozialarbeit

Ziel ist die Förderung der schulischen Sozialisation und Stabilisierung der Schullaufbahn der Kinder und Jugendlichen, sowie deren Persönlichkeitsentwicklung. Das Kompetenz-Entwicklungsprogramm (KEP) und das Lions Quest Programm „Erwachsen werden“ fördern die sozialen und beruflichen Schlüsselqualifikationen an unserer Schule, um einen erfolgreichen Übergang der Schüler/Innen in Ausbildung oder weiterführende Schulen zu erleichtern.

Die Schulsozialarbeit ist die Anwendung von Prinzipien und Methoden der Sozialarbeit für die Zwecke der Schule. Ziel der Schulsozialarbeit ist es, des Kindes potentielle Stärken und Fähigkeiten für eine effektive und akzeptable Ausführung der Rolle des Schülers zu stärken.“ (Abels 1971, S. 354).

Die eigenständige und verantwortungsbewusste Rollenbildung wird durch die Schulsozialarbeit gefördert, indem die Schüler durch Aktivitäten, Aufgabenteilung und soziale Lernprogramme ihre Stärken und Schwächen kennen lernen und an Selbstbewusstsein gewinnen. Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen nehmen hier ein weites Spektrum von Beratungstätigkeiten wahr: Sie führen Einzelgespräche mit Schülerinnen und Schülern, unterstützen Eltern bei ihrer Erziehungsaufgabe und helfen den Jugendlichen bei der Wahl eines Berufes. Bei besonderen Schwierigkeiten und Problemen stellen sie Kontakte zur Jugendhilfe und anderen Organisationen her, die weitere Hilfe leisten können. Worin die jeweiligen Schwerpunkte der Schulsozialarbeit liegen sollen, entscheidet jede Schule eigenständig.

Die Bedeutung der Schulsozialarbeit ist unstrittig. Wir produzieren durch übertriebene Selektion hohe soziale Kosten, die wir eigentlich für die Förderung brauchen könnten. Die Schulsozialarbeit bietet eine Lösung und unterstützt die Förderung der Schüler, damit sozialen Kosten sowie Vernachlässigung vorgebeugt wird.

Konfliktlösung durch die Schulsozialarbeit

Schulsozialarbeit wird immer noch für die Intervention in Problemlagen verpflichtet, weshalb eine Unterschätzung des Präventionspotenzials vorliegt. Schon bevor der Schüler in die Schule kommt, entsteht das Problem. Problemursachen und Lösungen sollten oftmals außerhalb der Schule gesucht werden.

Falsche Rollenverteilung und Erwartungen seitens der Eltern ist einer der größten Probleme, die mit Hilfe der Elternarbeit präventiv durch Elternseminare gelöst werden sollten. Druck unter den Freunden und innerhalb des Freundeskreises führt meistens schon vor dem Schulbesuch zu Motivationsverlust und zur Orientierungslosigkeit, die sich in der Schule durch Konzentrationsmangel und rebellischem Verhalten äußern. Kulturelle, familiäre, soziale, religiöse und noch duzende andere Gründe führen zu Konflikten die schon vor der Schule entstehen und Grund für das Fehlverhalten der Schüler sein kann.

Innerhalb der Schule entstehen Konflikte zwischen Schülern und Lehrern, die mit der Hilfe eines Sozialarbeiters durch Intervention und Aufgabenteilung gelöst werden können. Konzentrationsprobleme, Vertrauensprobleme (das Vertrauen an sich und an Andere), Geschlossenheit, Aufmerksamkeitsdefizite, Vernachlässigung, Einschüchterung, Mobbing und fehlendes Zugehörigkeitsgefühl sind einige der vielen Probleme mit denen ein Schüler tagtäglich zu kämpfen hat.

Um auf diese Probleme und Konflikte eingehen zu können, bedarf es einer separaten und pädagogischen Unterstützung, die wiederkehrend im Dialog stattfindet. Freizeitaktivitäten und Beratungsgespräche sind ein Mittel um die Sozialisierung der Schüler zu ermöglichen und die Integration an die Schulgemeinschaft zu fördern. Deshalb helfen auch Filmabende dabei, den Kontakt für ausgeschlossene Schüler zu ermöglichen. Solche für unwichtig gehaltenen Aktivitäten locken den einsamen Schüler aus seinem Schildkrötenpanzer.

Die Wertschätzung der eigenen Meinung und das Zuhören während der Beratungsgespräche ermutigen den Schüler auf Probleme konstruktiv einzugehen und zu reflektieren.

Aktuelle Beispiele aus unserer Schule

Schüler fordern durch

  • externe Wettbewerbe: MatheLive, Big Challenge

  • interne Wettbewerbe: Lesewettbewerb mit Antolin

  • externe Partner: Reitverein Maichingen

Schüler in ihrer Persönlichkeitsentwicklung begleiten und unterstützen durch

  • externe Präventionsbeauftragte

  • externe psychologische Beratung

  • externe Berufsberatung

  • Beratungsgespräche

  • Kreativ-Kurs

Schüler in ihrer sozialen Entwicklung begleiten und unterstützen durch:

  • Patenprojekt

  • Alumni

  • CFW Fußballcup

  • Happy Hour

  • Ferienaktivitäten

  • Reisen durch Deutschland und Europa

- außerschulische Aktivitäten: Bowling, Kinotag, Uni-besuche, Bibliotheksbesuche, Sensapolis, Schlittschuhfahren, Altersheim...) Streitschlichterausbildung, Schulsanitäterausbildung, Tag des sozialen Engagements, Weihnachtsbasar, Projekt „Hand in Hand“, Soziales Lernen „Lions Quest“

Schüler schulisch fördern durch

  • Nachhilfe

  • Prüfungsvorbereitungskurse in den Ferien

  • Lernbegleitung

  • Cambridge Zertifikatskurs

  • Sprachreise nach Irland

  • Native Speaker Projekt

Elternarbeit durch

  • Mütterfrühstück

  • Mütterkreis

  • Muttertagsfeier

  • Vätertreff

  • Elternseminare

  • Hausbesuche

Sozialarbeiter und Mitwirkende

Kontakt durch: schulsozialarbeit@cfw-schulen.de

Fazit

Wie die Bundeskanzlerin bereits erwähnt hat, ist die Schulsozialarbeit ein Muss für jede Schule. Die oben genannten Aspekte zeigen das Potenzial der Schulsozialarbeit, um Probleme und Benachteiligungen präventiv sowie im akuten Fall zu lösen. „Schulsozialarbeit alleine wird ein modernes Bildungsverständnis nicht umsetzen sondern soziale Arbeit gemeinsam mit der Schule.“ (Prof. Dr. Karin Böllert)

Deshalb ist für einen reibungslosen Verlauf und effektiven Fortschritt die Zusammenarbeit mit Lehrer, Familie und Schulsozialarbeit vorauszusetzen.